empfehlenswert, FotosJuly 8, 2008 9:06

vierzweieins
vierzweieins, originally uploaded by seemownay.

In der vergangenen Woche war ich beschäftigt und habe virtuell gebastelt. Seit dem 1. Juli sind wir nun am Start mit unserem Fotoblog vierzweieins: vier augen - zwei sucher - ein wort.

Wir, das sind Stefanie und Simone, einmal Hamburg, einmal Freising (München). Wir fotografieren beide sehr gerne und ein Blog in der Art von six one way hat mich gereizt, seit ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Jetzt hab ich die richtige Partnerin und den dazugehörigen Blog: Wir werden nun jede Woche ein Thema fotografisch interpretieren, jede auf ihre Weise und mal schauen, wie sich die Distanz und das Lebensumfeld darin so äußert.

Ganz nebenbei erhoffen wir uns natürlich durch die wöchentliche Übung eine Verbesserung unserer fotografischen Künste. Es freut uns sehr, wenn ihr uns durch Kommentare, Kritik und Ansporn etwas auf unserer Reise begeleitet.

empfehlenswertJune 15, 2008 20:46

starnberger see
starnberger see, originally uploaded by seemownay.

Seit wir ein Auto haben, sind wir mobil und dementsprechend aktiv, wobei wir die Öffis benutzt haben, um am Freitag ins Verkehrszentrum zu gelangen.

Aber heute haben wir uns zum ersten Mal ins Fünf-Seen-Land südlich von München gewagt. Wir waren am Starnberger See: Das Auto parkten wir in Possendorf am Paradies und wanderten von da am See entlang bis zur Roseninsel. Die Wege waren alle befestigt und gut mit Kinderwagen befahrbar, Linus war gut zu Fuß und ist die erste Hälfte des Weges ohne Murren gelaufen.

Eigentlich hatten wir vor, weiter bis Tutzing zu marschieren, allerdings waren wir dann doch unsicher, wie Linus die Strecke meistern würde und ob der fehlenden Transportmöglichkeit und dem Unwissen über Lage der S-Bahn-Station oder Abfahrtszeit des Schiffes entschieden wir uns für den sicheren Rückweg.

Wir freuen uns schon auf weitere Ausflüge und können auch diese Strecke uneingeschränkt weiterempfehlen. Allerdings lohnt sich etwas bessere Planung (Rücktransport von Tutzing, Lage von Spielplätzen, Mitnehmen einer ordentlichen Brotzeit) um dem Ausflug die Krone aufzusetzen.

Linus sagte heute abend im Bett zu mir: “Mama, ich fand das heute da an dem See voll cool!”

empfehlenswertApril 16, 2008 8:12

brunch

Man könnte auch sagen: Endlich wieder einmal ungestört essen - so wie früher.
Am Sonntag haben wir eine wunderbare Möglichkeit aufgetan einen Sonntag entspannt, satt und glücklich (Eltern und Kinder) zu verbringen: wir waren brunchen.
Wir waren im viva vita! in Freising einem Projekt der Lebenshilfe und haben uns so wohl wie schon lange nicht mehr gefühlt. Das Essen war ausgezeichnet, die Kinder waren in der Kinderbetreuung und die Erwachsenen haben sich unterhalten. Es gab eine große Auswahl an kalten Vorspeisen: gegrilltes Gemüse, Fleischpflanzerl, Wraps, Salate; konventionelles Frühstück, Käseplatte, Fischplatte und Obst sowie Joghurt. Ein Aperitif war im Preis inbegriffen. Kinder bis 6 Jahre essen gratis.
Aus einer Speisekarte mit sechs Hauptgerichten konnten wir uns eines auswählen und den Mittagessenszeitpunkt festlegen. So bekamen wir die Möglichkeit zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen noch eine kleine Runde zu drehen. Da sich die Männer aber festgeredet hatten und die Kinder in der Betreuung glücklich waren und gar nicht wegwollten, war am Ende die Zeit doch zu knapp.
Im Anschluß an das Mittagessen war dann noch ein kleines aber feines Dessertbüffet aufgebaut, an dem wir uns wieder reichlich bedienten. Als wir dann um 14.00 Uhr aufbrachen waren wir vollgefressen wie schon lange nicht mehr.
Der Nachmittag wurde dann mit einem Besuch bei den Kälbchen und einem ausgiebigen Spielplatzaufenthalt abgeschlossen. Schön wars!

empfehlenswertMay 30, 2007 15:12

sehr sehenswert

empfehlenswert, NachdenklichesMarch 17, 2007 16:09

Es scheint momentan ein heißes Thema zu sein: Wie schütze ich meine Kinder vor den Gefahren des Internets?

Die Zeit meint, dass Eltern sich mit den Spielen und virtuellen Wanderungen Ihrer Sprösslinge auseinander setzen müssen. Das heißt im Klartext: mitzocken.

Die etwas subtilere Botschaft ist dabei aber, dass Eltern sich mit ihren Kindern über deren Welt unterhalten müssen. Kein Computerspiel macht aus einem Kind einen schwarzbekleideten Killer, sondern der Unwille bzw. auch die Unfähigkeit der Eltern sich mit der virtuellen Welt auseinanderzusetzen und die daraus resultierende mediale Vernachlässigung. In der virtuellen Welt gelten eben die gleichen Grundannahmen und Anforderungen - schließlich haben wir sie ja so gebaut. Wer sein Kind eben von Horrorfilmen und Pornos fernhält (die es in der “echten” Welt ja auch an jeder Ecke gibt) muss das eben im Netz auch tun.

Die Initiative Klicksafe bringt das ganz nett auf den Punkt: Wo ist Klaus?


Realistisch gesehen, kann man seine Kinder nicht vor “ungewünschten” Inhalten fern halten. Der Reiz des Verbotenen ist zu groß und irgendwo gibt es immer einen Freund, bei dem man dann die verbotenen Dinge sehen kann.

Um so wichtiger ist es, die Aktionen und Gedankenwelt seiner Kinder - so weit wie möglich - nachzuvollziehen. Also reden, reden, reden … und mitzocken ;-)

empfehlenswert, JoshuaJanuary 26, 2007 13:06

Wir sind alle mächtig stolz auf den Zuwachs - alles ist gesund und bester Dinge.

Update: Erste Bilder sind an der gewohnten Stelle zu finden.

empfehlenswertMay 25, 2006 20:09

Ich hoffe Ihr habt heute alle Euer Handtuch dabei gehabt. Heute ist nämlich Towel Day, auf Deutsch Tag des Handtuchs.

Was soll der Quatsch? Alle die schon einmal per Anhalter in der Galaxis unterwegs waren, werden sich der Nützlichkeit eines Handtuches bewußt sein. Obwohl sie es wie ich wahrscheinlich fast vergessen hatten. Mich hat heute der Schockwellenreiter erinnert. Für alle anderen gibt es hier eine Erklärung:

A towel, it says, is about the most massively useful thing an interstellar hitch hiker can have. Partly it has great practical value - you can wrap it around you for warmth as you bound across the cold moons of Jaglan Beta; you can lie on it on the brilliant marble-sanded beaches of Santraginus V, inhaling the heady sea vapours; you can sleep under it beneath the stars which shine so redly on the desert world of Kakrafoon; use it to sail a mini raft down the slow heavy river Moth; wet it for use in hand-to-hand-combat; wrap it round your head to ward off noxious fumes or to avoid the gaze of the Ravenous Bugblatter Beast of Traal (a mindboggingly stupid animal, it assumes that if you can’t see it, it can’t see you - daft as a bush, but very ravenous); you can wave your towel in emergencies as a distress signal, and of course dry yourself off with it if it still seems to be clean enough.

More importantly, a towel has immense psychological value. For some reason, if a strag (strag: non-hitch hiker) discovers that a hitch hiker has his towel with him, he will automatically assume that he is also in possession of a toothbrush, face flannel, soap, tin of biscuits, flask, compass, map, ball of string, gnat spray, wet weather gear, space suit etc., etc. Furthermore, the strag will then happily lend the hitch hiker any of these or a dozen other items that the hitch hiker might accidentally have “lost”. What the strag will think is that any man who can hitch the length and breadth of the galaxy, rough it, slum it, struggle against terrible odds, win through, and still knows where his towel is is clearly a man to be reckoned with.

Der Towel Day wird in Erinnerung an Douglas Adams gefeiert, den Autor der weltberühmten vierteiligen Triologie mit fünf Bänden “Per Anhalter durch die Galaxis”.

empfehlenswertMarch 21, 2006 0:03

FALSCH, wir planen gar nicht! Zumindest nicht den nächsten Nachwuchs, aber ich habe heute einen schönen Artikel in der Zeit gelesen, den ich gerne weiterempfehlen möchte:

Der Preis des Glücks
Junge Frauen bekommen überall zu hören: Kriegt Kinder, und zwar schnell! Über die Folgen werden sie getäuscht. Ein paar unbequeme Wahrheiten.

DIE ZEIT 16.03.2006 Nr.12
Viel Wahrheit in einer wunderbar sarkastischen Sprache verpackt, lesenswert!

empfehlenswertFebruary 9, 2006 20:24

Ich hab doch die Süddeutsche Kinder- und Jugendbibliothek abonniert und ein Buch hat mir bisher besonders gut gefallen:
Die roten Matrosen von Klaus Kordon
Kurzprotrait von amazon:
Der erste Band der”Trilogie der Wendepunkte” Eine ganze Mietskaserne, die Ackerstraße 37, im Berliner Wedding wird lebendig, mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihrem Hoffen, ihrem Zusammenhalt.
November 1918: Nach vier Jahren Weltkrieg verweigern die Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel den Befehl zum Auslaufen und kommen nach Berlin. Helle und Fritz freunden sich mit den meuternden Matrosen an, erleben die Revolution mit, den Sieg, die Niederlage. Eine ganze Mietskaserne in Berlins ärmster Gegend wird lebendig.

Ich habe mich jedes Mal darauf gefreut, Linus ins Bett zu stecken und war regelrecht enttäuscht, wenn er schnell eingeschlafen war. Das Buch hat mich wirklich total gefesselt, wer also fünf Euro übrig hat, kaufe sich dieses Buch und bekommt 10 Cent sowie ein Leseabenteuer zurück.

empfehlenswertOctober 9, 2005 12:26

In jüngster Vergangenheit kann man im Fernsehen, in Zeitungen und eigentlich überall die Werbung der Optimismus-Kapagne Du bist Deutschland finden. Dies Kampagne wird hauptsächlich von Unternehmen der Medienbranche aber auch von Firmen anderer Branchen, wie zum Beispiel die Bäckereikette Kamps. Die Kampagne ist mit rund 30 Millionen Euro finanziell ziemlich gut ausgestattet für eine Therapie der German Disease.

Der der aktuellen Zeit Nr. 41 findet sich nun eine wirklich überspitzte Glosse von Jens Jessen mit den Titel Du bist Werbeagentur (Man beachte auch die Kommentare zur Glosse):

Jedenfalls würde man gerne erleben, wie die Werbetexter, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben, einem fünfzigjährigen Ingenieur erklären, dass er seinen Arbeitsplatz nur deswegen verloren hat, weil er vergaß, dass auch August Thyssen, Ferdinand Porsche oder andere berühmte Werktätige der deutschen Vergangenheit einmal klein angefangen haben. »Du bist Thyssen« – »Du bist Porsche«. Gewiss doch! Gewiss hätte unser Ingenieur das Zeug dazu, ein Porsche zu werden, wenn seine Fähigkeiten dazu nur auf dem Markt nachgefragt würden. Muss man den Initiatoren der Kampagne, die aus der Medienwirtschaft kommen, erst eigens erklären, dass unsere Probleme auf einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage beruhen, dass Kapital knapp geblieben, Arbeitskraft aber im Überfluss vorhanden ist?

Dieses Kampagnen-Bashing geht noch ein bisschen weiter und kommt auch nicht ohne Bezüge zur NS-Zeit aus.

Beim sonntäglichen Frühstück hab ich dann ein bisschen darüber nachgedacht und bin auch der Meinung, dass bessere Stimmung in Deutschland wahrscheinlich nicht durch Werbung erreicht werden kann (Fußball-Weltmeister wäre da eine bessere Sache, aber nach dem gestrigen Spiel müssen wir ja eigentlich froh sein, der Gastgeber der WM 06 zu sein, um wenigstens an ein paar Gruppenspielen teilnehmen zu können…). Ebenfalls wäre es meines Erachtens nach besser den Etat von 30 Millionen Euro sinnvoller zu nutzen, beispielsweise in dem man Jugendzentren unterstützt oder irgendetwas anderes Nützliches damit macht. 30 Millionen sind zwar zu wenig für nachhaltige Wirkungen - es wäre aber ein besserer Anfang als Fernsehspots und Werbung. Außerdem sind 30 Millionen für die beteiligten Unternehmen eh Peanuts.

Sei es wie es sei, wenn Werbeschaffende über good corporate citizenship nachdenken, kommt halt eine Kampagne raus - eigentlich logisch. Was nun aber echt lustig ist und die Glosse noch weiter satirisch unterstützt, findet man in der Zeit ein paar Seiten später heraus - eine doppelseitige Anzeige für die Kampagne: “Du bist Ludwig van Beethoven”.

Nun ja, heute dürfte jeder zumindest einem zustimmen: Du bist Sonntag - also genieß es! (Wahlweise auch: Wir sind Sonntag, dass war ja auch mal ziemlich populär)

Update: Die Kampagne inspiriert auch Ihre Kritikerund allgemeine Zyniker