ArchitekturOctober 5, 2006 15:22

Heute noch geht meine Vertiefungsarbeit auf die Reise! Keiner glaubte mehr daran - alle dachten wohl eher: “Ist die immer noch nicht damit fertig? Jetzt redet sie schon fast ein Jahr von nichts anderem.”

Und jetzt am Schluss hat es wirklich nochmal viel Spass gemacht. Zwischendrin hätte ich mehrmals alles hingeschmissen, aber als ich mich dann wirklich auf meinen Hosenboden gesetzt habe und zuerst Seiten in Word, dann den Text im Layout vor mir sah, das war ein schönes Gefühl.

Und jetzt ist es noch einmal ein schönes Gefühl, wenn ich den Briefumschlag heute nachmittag in den Briefkasten stecke.

ArchitekturFebruary 12, 2006 19:33

… und finde nicht. Ich suche Grundrisse, Dokumentationen und Fotos (einfach alles) bestimmter Gebäude und ich finde einfach nichts. Aber ich hab einen Tipp:
nextroom architektur datenbank Wenn da nichts über das Gebäude steht, findet man sonst auch nicht viel. Und schon gar nichts qualitativ Hochwertiges.
Ich googel dann mal weiter.

ArchitekturOctober 25, 2005 12:52

Gerade habe ich mal willkürlich den Müncher Unibibliothekskatalog durchforstet und unmengen von Literatur bestellt. Mein netter Mann wird all diese Bücher am Freitag nach Hause schleppen und ich werde mich dann am Wochenende mal ins Studieren stürzen.

Ich belege in diesem Semester ein Vertiefungsseminar “Hochwasser”. Im nächsten Semester kommt dann der Entwurf (in Regensburg) zum selben Thema. Es geht darum herauszufinden, wie die Menschen in der Stadt mit dem Wasser leben. Welche Qualitäten und aber eben auch Probleme das Wasser mitbringt, wie die Gesetzeslage aussieht und wie gebaut wird. Gerade das Bauen ist spannend, denn mittlerweile sind eben in den Städten fast nur noch die Überschwemmungsgebiete frei. Darf dort gebaut werden? Wie? Gibt es innovative Lösungen? Und das Hochwasser? Wo soll das hin? Mit diesen und ähnlichen Fragen werde ich mich auseinandersetzen und ich freu mich drauf. Ach ja, die Stadt, die ich “analysiere” ist Köln.

ArchitekturOctober 5, 2005 12:36

Tja, jetzt hab ich mir die Entwürfe mal alle angeschaut. Und die Entscheidung (hängt ja auch noch vom Lehrstuhl ab, ob die mich nehmen) fällt schwer. Das kommt in die engere Wahl:

Haus-Hof-Haus
An mehreren Grundstückssegmenten in der Görlitzer Innenstadt soll die Anpassungsfähigkeit gründerzeitlicher Blockstrukturen an heutige Wohnbedürfnisse untersucht werden. Die einzelnen Segmente umfassen jeweils ein Bestandsgebäude, einen Grünbereich im Innenhof und eine Parzelle für einen Neubau. Ziel der Arbeit ist, dass die individuellen Beiträge zusammen ein neues Quartier im Stadtkontext schaffen.

Dafür spricht, daß es in Görlitz ist, das kenne ich eigentlich ganz gut und muß mir nicht durch mehrere Exkursionen dahin Infos beschaffen. Außerdem ist eine Informationsquelle direkt vor Ort. Die Aufgabenstellung interessiert mich auch, der Block gefällt mir und den an heutige Wohnbedürfnisse anzupassen, wäre ne herausfordernde Aufgabe.
Dagegen spricht, daß ich an diesem Lehrstuhl bereits ein Projekt gemacht habe und das war meine schlechteste Note bisher. Außerdem sollen die individuellen Beiträge zusammen ein neues Quartier schaffen. Die Frage hierbei wäre eben, wie stark die Abstimmung mit den Nachbarn erfolgen muß. Auch der persönliche Bezug zu Görlitz könnte ein Hindernis darstellen, jemand der Görlitz nicht kennt, kann viel “abgehobener” (und damit dem Professor gefallender) entwerfen. Ich habe eben schon mitbekommen, daß mein “Realitätsbezug” schon oft eher Hindernis als Vorteil war.

eins zu eins II
Eine kleine Kapelle in den Bergen, mitten in der Natur abseits von allem und nur zu Fuß zu erreichen. Ein Ort zum Ausruhen, Kraft schöpfen und Nachdenken. Landschaft und Gebäude ergänzen sich, beziehen sich aufeinander, bilden ein wohldurchdachtes Ensemble.
Licht, Material, Räumlichkeit, Innen und Aussen werden bis in den Maßstab 1:1 präzise durchdacht, dargestellt und immer wieder möglichst realitätsnah mit eingeladenen Fachplanern abgestimmt.

An diesem Lehrstuhl habe ich mein Café gemacht und nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist das auch gut geworden. Das spricht dafür, außerdem reizt mich die Aufgabenstellung. Die Realitätsnähe ist auch ein Pluspunkt.
Allerdings sollen ja immer Fachplaner ein Auge darauf werfen, dazu müsste ich dann wohl in Dresden sein. Wäre machbar, wenn das nicht wöchentlich, sondern an bestimmten Terminen im Semester stattfände.

Warschau - zwischen Basar und Börse
Wenn die Mitte ostwärts liegt, wie Karl Schlögel behauptet, dann ist Warschau eine Stadt der Zukunft. Dass sich in der unbestrittenen Kapitale Polens Großes schon jetzt anbahnt, zeigen die städtebaulichen Entwicklungen im Zentrum wie in der Peripherie gleichermaßen. Die Hauptstadt Polens zeigt sich als Experimentierbühne einer entfesselten Globalisierung, die ihre Identität im Spannungsfeld der verschiedenen Lebenszeiten, alter und neuer Kulturen erst noch finden muss. Vor dem Hintergrund der zunehmend erstarkenden Finanzinteressen, die Ansprüche an die Umgestaltung Warschaus anmelden, soll für ein ausgewähltes Areal ein räumlicher Entwicklungsvorschlag erarbeitet werden.

Dafür spricht, daß dies ein städtebaulicher Entwurf ist und ich Gefallen an Städtebau gefunden habe. Momentan finde ich allerdings mehr, was dagegen spricht. Warschau - da kommt man sicher um eine Exkursion nicht drumrum. Auch liest es sich beim zweiten/dritten Mal so, als soll eben kein “stinknormales” Stückchen Stadt entwickelt werden, sondern ein “Schmankerl”. Und ich bin kein “Schmankerl”-Typ.

Hm, und bin ich jetzt schlauer? Etwas schon. Könnt ihr mal Eure Stimmen abgeben? Was und warum gefällts Euch oder nicht?

ArchitekturOctober 4, 2005 13:11

Endlich ist der Studienführer online!

Hoffentlich ist was für mich dabei und hoffentlich klappt alles so, wie ich mir das vorstelle! Am 11.10. ist Einschreibung und ab 06.10. bin ich in Sachsen … jetzt wirds Ernst.

ArchitekturSeptember 14, 2005 9:44

Man glaubt es kaum, aber frau ist am Aufräumen. Das wiederspricht sich auch nicht mit der Tatsache, daß gerade eben bereits ein Eintrag geschrieben wurde. Bevor ich diesen Eintrag schreiben kann, wollte ich zuerst den andern schreiben, ergo gehört das Artikelschreiben zum Aufräumen dazu. (Man kann sich doch auch alles passend quatschen.) Aber darum geht es jetzt ja gar nicht.
Ich räume gerade auf und nehme meinen Semesterbogen für das kommende Wintersemester in die Hand. Und stelle mit großen Augen fest, daß dieses dann mein 17. Hochschulsemester sein wird. “Ach, Du grüne Neune!” - sagte meine Oma. (Warum eigentlich?) Noch ein Grund mehr, im Wintersemester hart zu arbeiten und Vertiefungsentwurf und Vertiefungsarbeit gleichzeitig zu machen. “Herrjemineh!” (Auch so ein Wort von der Oma.)